Die ersten drei Rezensionen.

Lucie Flebbe – Hämatom
flebbe >>Lila Ziegler macht mal wieder keine halben Sachen. Nachdem sie zwei Wochen daran gearbeitet hat, ihren Beziehungsschmerz zu betäuben, begibt sie sich in eine Klinik zur Entgiftung. Dort wird sie Zeugin, wie eine junge Putzfrau an einem Herzinfarkt stirbt. War das tatsächlich ein natürlicher Tod? Dreist bewirbt sich Lila auf die freigewordene Stelle und erhalt ein sehr widersprüchliches Bild von der Verstorbenen: liebevolle Mutter oder nymphomanisches Flittchen? Hilfsbereite Kollegin oder karrieresüchtige Zicke?
Als Privatdetektiv Ben Danner in der Klinik auftaucht, muss sich Lila endlich ihren Gefühlen stellen – und erfährt von einem handfesten Motiv für einen Mord…<<
Aufmachung: Der Titel ist zwar nicht sonderlich einfallsreich, aber kurz und einprägend. Der Titel hat auch wesentlicher Bestandteil in der Geschichte selbst. Das Cover ist eine Abhandlung vom Cover des ersten Buches, diesmal nur in Braun gehalten und statt einem Apfel eine Birne. Nun – hat natürlich einen Wiedererkennungswert; hat aber dafür keinen Zusammenhang mit dem Titel oder Inhalt des Buches.  Außerdem wirkt es, wenn man darüber nachdenkt, doch ziemlich einfallslos.
Inhalt: Der Anfang des Buches beginnt mit Lilas Absturz und ist sehr verwirrend und man muss zweimal hinschauen, ob das wirklich das richtige Buch ist Aber dann nimmt die Geschichte gewohnt klar und irgendwie typisch Lila seinen Gang. Lila wird wieder nüchtern und bekommt dadurch auch ihre Neugier zurück. Sie lässt sich auf eine neue Sache ein, forscht auf eigene Faust und alleine nach. Alles dreht sich ums Krankenhaus und den Mord und ist zwar spannend, aber irgendwie fehlt der Rest der Starbesetzung und die gewohnte Umgebung. Erst als gegen Richtung Ende Danner endlich mal auftaucht, wird das Buch endlich ein bisschen mehr privat und die gewohnt witzigen Schlagabtausche zwischen Danner und Lila tauchen auf. Was mich persönlich etwas gestört hat, war 1.) das dieses Buch wesentlich dünner ist, als das erste; 2.) das Molle so gut wie kaum vorkommt, Danner erst gegen Richtung Ende und der Rest wird nur am Rande erwähnt.
Gesamtbewertung: Dies ist das zweite Buch von Lucie Klassen, die zwischenzeitlich geheiratet hat und nun Lucie Flebbe heißt. Sie hat zwar ihren Namen geändert, ist Lila und Co. aber treu geblieben.  Flebbe hat wieder ein tolles Werk geschaffen, dass an das erste Werk anknüpft (braucht man aber nicht zum Verständnis). Das Buch ist zwar nicht so toll ist wie das Erste, aber soweit spannend und witzig ist. Das Buch ist für den Zweiten gut gelungen! Ich kann es nur empfehlen!

 

Inga Lindström – Sehnsuchtsland
lindströmSehnsucht nach Marielund: Beide fühlen sich immer noch mit dem alten Gut Marielund verbunden: Lena, die nie wieder nach Hause zurückkehren wollte, weil sie von traumatischen Erinnerungen aus ihrer Jugend heimgesucht wird, und der junge Architekt Magnus, der hier den schönsten Sommer seiner Kindheit verlebte und aus geschäftlichem Interesse zurückkehrt. Auf Marielund begegnen sie einander - und verlieben sich. Doch bald werden ihre Gefühle auf die Probe gestellt.

Wind über den Schären: Eine Weltumsegelung mit ihrem Mann soll Hannas zerrüttete Ehe retten, doch dann kommt es anders. Mit einem Motorschaden bleibt ihre Yacht vor einem idyllischen Örtchen inmitten der Stockholmer Schären liegen. Dort lernt Hanna den Arzt Niclas kennen. Sie fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Während Hanna in einen immer tiefer werdenden Strudel innerer Zerissenheit gerät, lässt Niclas nichts unversucht, Hanna doch noch für sich zu gewinnen.

Begegnung am Meer: Nach jahrelanger Abwesenheit kehrt Linda zum ersten Mal wieder in ihr Elternhaus zurück, denn sie glaubt, ihre hoffnungslose Jugendliebe zu Henrik endlich überwunden zu haben. Seinetwegen war sie damals von zu Hause geflohen, denn er ist der Mann ihrer Schwester. Doch dann begegnen Linda und Henrik einander erneut. Gefangen zwischen Unversöhnlichkeiten, Lügen und Intrigen, beginnen beide einen fast aussichtslosen Kampf um ihre Liebe.

Aufmachung: Das Cover find ich sehr schön mit dem saftiggrünen Gras und dem Wald hinter dem dunkelroten Häuschen. Ebenso find ich die Schrift sehr passend zum Titel/ Cover. Der Titel ist klar, eindeutig und prägnant. Und sagt aus, was für viele Schweden, Schweden ist. (:
Inhalt:
In diesem Buch werden 3 in sich geschlossene Romane (- Sehnsucht nach Marielund; - Wind über den Schären; - Begegnung am Meer) erzählt; die alle vom ZDF verfilmt wurden.
Daher hab ich die Geschichten schon vorher gekannt, was mir beim Kauf aber nicht bewusst war. Lindström hat eine nette und unterhaltsame Art zu erzählen, ich war angenehm überrascht. Die Geschichten sind spannend, leicht zu lesen und sind nett für zwischendurch.

Gesamtbewertung: Am besten fand ich Sehnsucht nach Marielund und Begegnung am Meer, die hatten einen sehr spannenden Inhalt. Ich würde Lindström durchaus als die schwedische Pilcher bezeichnen. Natürlich haben auch diese Romane alle ein Happy End und sind doch geprägt fürs klassische Sonntagabendfernsehen und dennoch möchte ich dieses Buch nicht missen.
Schweden ist eben doch ein Sehnsuchtsland. Und das macht sich ZDF zu Nutze.
Weiter so, Frau Lindström!

 

Heinrich Steinfest – Mariaschwarz
steinfest>>Am Anfang steht die perfekte Beziehung zwischen Vinzent Olander, dem Gast, und Job Grong, dem Wirt. Doch als Grong seinen Gast vor dem Ertrinken rettet, ist die Idylle dahin. Der See, um den sich nun alles dreht, trägt den Namen Mariaschwarz. Die Einheimischen im Ort meinen, in ihm würde sich nicht nur das Weltall spiegeln, sondern auch ein Ungeheuer beheimatet sein. Als man auch noch ein Skelett am Grund jenes See entdeckt, tritt der Wiener Kriminalinspektor Lukastik auf den Plan. Mit famoser Arroganz und gewohnt unkonventionellen Ermittlungsmethoden stellt er Mariaschwarz gewissermaßen auf den Kopf. Doch an manchen Beziehungen gibt es nichts zu rütteln. <<
Aufmachung: Der Titel ist kurz und prägnant – kein alltägliches Wort. Mysteriös und macht einen neugierig auf mehr. Das Cover fand ich irgendwie ansprechend, deutet auf eher ländliche Gegend. Das Spießige am Hirschkopf wurde durch die bunte Schrift genommen. Insgesamt macht das Cover mitsamt Titel einen sehr guten Eindruck. Und dafür gibts ein Herzchen.
Inhalt:
Also dieses Buch… Ich weiß nicht, warum mich der Teufel der tollen Klappentexte und Buchcovers wieder ritt, aber ich hab das Buch gekauft und… ja, ich hab ich es ganz durchgelesen, weil ich dann doch wissen wollte, wie es ausgeht. Nun. Das Buch ist total überladen. Immer wieder kommen neue Hindernisse, Erzählungen etc. dazu, so dass man leicht den Überblick verliert. Manches ist doch sehrsehrsehr an den Haaren herbeigezogen. Und ich hatte stets den Eindruck, dass Steinfest versucht, ein ernsthafter Krimiautor zu sein und gleichzeitig dem ganzen eine skurile Note verpassen will. Da hat er sich kräftig daneben versucht.
Gesamtbewertung: Das Buch ist in meinen Augen nicht zu empfehlen, außer Leute mögen mal einen anderen „Krimi“ (wobei es eine Schande ist, dies als Krimi zu bezeichnen). Das ist purer Unsinn!

 

So, cih hoffe, euch gefallen meine Rezensionen <3

 

13.5.10 13:26
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Buntschatten / Website (13.5.10 14:02)
Der Roman von Lucie Klassen alias Febble hört sich echt gut an - obwohl ich dann lieber den ersten Band zuerst lese. Den gibt's sogar bei uns in der Bibliothek; den schnapp ich mir
"Mariaschwarz" spricht mich gar nicht an, das Buch vergess ich also gleich wieder
"Sehnsuchtsland" - wie lang sind den die einzelnen Geschichten? Ich bin immer ganz erstaunt, wenn Autoren es schaffen, auf wenig Platz glaubhafte, lebendige Chraraktere zu kreieren. Die drei Storys hören sich sehr gut an und man merkt deine Begeisterung
Man, wenn ich gute Rezensionen lese, habe ich immer Lust, selber welche zu schreiben xD - vllt. nachher - see ya!


Isa / Website (14.8.10 11:38)
Ich weiß ja nicht ob du dich noch erinnerst, aber mein Praktikum in der Buchhandlung war guuut!

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